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The World goes Chiemsee Reggae Summer
Bald ist es wieder soweit – am 25.08.2006 beginnt in Übersee der 12. Chiemsee Reggae Summer. Für ein Wochenende wird sich die Einwohnerzahl Übersees dann wieder Versechsfachen, 25.000 Besucher werden wieder mal ein geniales Programm genießen. Von HipHop über Soul, Dancehall, Ragga, Ska, altem und neuem Roots Reggae ist für jeden etwas dabei.
Am Freitag um 17.00 Uhr eröffnet Matisyahu, der Senkrechtstarter aus New York, den CRS. Er wird sein neues Album „Youth“ präsentieren.
Nach dem orthodoxem Juden übernehmen dann fünf Rastas von dem Jungferninseln: Bambú Station warten mit feinstem Roots Reggae und dreistimmigen Gesang auf. Zum ersten Mal Saian Supa Crew auf dem CRS auf. Weltbekannter HipHop made in France. Ihre Shows sind legendär, genau wie die Gruppe selber, die u.a. bereit mit Alpha Blondy im Studio stand. Weiter geht’s dann mit dem legendären, klassischen Roots Reggae von Culture, die schon zum zweiten Mal in Übersee sind.

Als Headliner und letzten Act des Tages darf die Chiemsee Massive dann Seeed begrüßen, die die Stimmung in Übersee bereits zum vierten Mal zum Kochen bringen werden.

Am Samstag geht’s um 12.00 Uhr weiter mit Apache Indian. Der gebürtige Inder, in Birmingham (UK) lebende Steve Kapur hat weltweit bereit 11 Millionen Alben verkauft, was einen Ohrenschmaus erwarten lässt.

Anschließend wird Eek-A-Mouse das Stimmungslevel mit einer Mischung aus Ragga und Dancehall und Tunes wie „A wha do dem“ und ähnlichen, längst zu Klassikern gewordenen Hit noch weiter pushen.

Mit Everton Blender tritt eine lebende Legende auf die Main Stage, um mit digital produziertem Roots Reggae und seiner genialen Bühnenshow zu begeistern.

Er wird dann von einem Staatsfeind der Elfenbeinküste abgelöst: Tiken Jah Fakoly lebt mittlerweile in Mali, da seine kritischen Texte ihm in seiner Heimat einige Todfeinde eingebracht haben.

Das Mikro wandert danach wieder in deutsche Hand. Jan Delay wird sein aktuelles Album „Mercedes Dance“ vorstellen, wobei ihn seine elfköpfige Band unterstützen wird.

Weiter geht’s mit „ Poor People Defenda“ Chuck Fenda, der erst letzten Jahr auf dem Summerjam in Köln seine Deutschland-Premiere hatte.

Winston Rodney wird uns dann beweisen, dass the sprear still burns. Trotz weiser 61 Jahre versteht Burning Spear es, eine kraftvolle, energiegeladene Performance abzuliefern.
 
Am letzten Festivaltag wird durch die erfolgreichste Band Uruguays eingeläutet. La Vela Puerca brauchen sicherlich nicht sehr lange, um das Publikum mit wahnsinnig schrillem Ska aufzuwärmen.

Anschließend geht’s mit französischem Reggae von Dub Incorporation weiter, die mit ihrer Musik, einen Brückenschlag zwischen Orient und Okzident, ihren Beitrag zur Völkerverständigung auf dem CRS leisten werden.

Das ist auch für Culcha Candela wichtig, die dies schon zum dritten Mal in Übersee machen. Im Anschluss wird der Chiemsee Massive dann wieder Roots Reggae präsentieren: Zum vierten Mal dürfen wir Israel Vibration  in Übersee begrüßen!  Auch ohne Apple verstehen sie es, das Stimmungsbarometer fast platzen zu lassen. Bereits seit 1976 ist Israel Vibration aktiv. Sie sind damit ein Teil der alten Garde, man darf sie getrost als Legende bezeichnen.

Mit Lee „Scratch“ Perry betritt dann ein ehemaliger Produzent Bob Marleys die Bühne.

Als vorletzten Act des Festivals tritt Joy Denalane auf. Die Tochter einer Heidelbergerin und eines Südafrikaners wuchs in Kreuzberg auf. Sie wird Appetit auf ihr neues Album machen, welches im Herbst erscheint.

Zum Ausklang des Festival gibt’s noch einen besonderen musikalischen Leckerbissen: Steel Pulse treten zum zweiten Mal in Übersee an! Sie machen bereits seit 21 Jahren besten funkigen Roots Reggae. „Handsworth Revolution “, ihr erstes Album ist eines der besten britischen Reggae-Alben. 1993 durften Steel Pulse im White House auftreten.

Auch das Programm in der Zeltbühne kann sich sehen lassen. Unter anderem treten hier Mono & Nikitaman, Mellow Mark, Cashma Hoody, Martin Jando, The Busters und Jah Meek an.

Ein Novum in diesem Jahr: Nach dem durchschlagenden Erfolg von Coke DJ Culture im letzten Jahr haben sich die Veranstalter entschlossen, dafür eine eigene dritte Bühne einzurichten. Hier dürfen beispielsweise Pow Pow Movement und David Rodigan begrüßt werden.

Das Kombiticket für drei Tage kostet dieses Jahr 74 € plus 5 € Müllpfand. Camping und Anreise mit Nahverkehrszügen der DB aus Süddeutschland sind wieder inklusive. Für ein Tagesticket müssen 49 € bezahlt werden. Die Tickets gibt es unter www.chiemsee-reggae.de, telefonisch unter 08621/646464 oder an allen bekannten Vorverkaufsstellen.