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Reggae-Festival OsoppoUdine 2006

Reggae-Festival Osoppo/Udine 2006

Bin ich schon drin? Ja, und wie!

Nicht zu vergleichen mit Reggae-Festivals in Bayern ist dieses wunderbare Fest in Italien.
Auf einem parkähnlichen und schattigen Gelände feiern hier verschiedene Nationen ein vollkommen entspanntes Festival. Keine Polizeikontrollen schon bei der Anfahrt, keine Taschenkontrollen und Leibesvisitationen am Eingang. Getränke, außer Glasflaschen, der Verletzungsgefahr wegen, dürfen  mitgebracht werden. Sogar das Mitführen von Fahrrädern ist auf dem Gelände erlaubt. Im Park finden Vorführungen von Akrobaten statt. Künstler, wie Stelzengänger und Jongleure sind vertreten. Auch ein Bereich speziell für Kinder steht zu Verfügung.

Sanitäre Anlagen stehen überall verteilt auf dem Gelände, inklusiv Beleuchtung, fließendem Wasser, Seife und Toilettenpapier. Geradezu paradiesische Zustände für die zahlreichen Besucher, die sowohl auf dem Gelände selbst, als auch auf ausgewiesenen benachbarten Wiesen Campen können. In der Umgebung stehen genügend bewachte und kostengünstige Parkplätze zur Verfügung.

Unterschiedliche afrikanische, indische sowie europäische Kulturen laden ein zur Verkostung. Keine Monotonie, sondern Vielfalt ist hier geboten!

Hier wird Reggae-Küche, verschiedene afrikanische, spanische Gerichte, italienische Küche, wie Pasta und Pizza und vieles mehr angeboten. Auch ein arabisches Beduinenzelt lädt zu Tee und Gebäck ein. Überall herrscht eine herrliche und friedliche Atmosphäre.

Der Warenmarkt mit seinem wirklich umfassenden Angebot, wie Bekleidung, Schuhe, Taschen, Decken, Holzskulpturen u. v. m. zieht sich nahezu durch das ganze Gelände und ist sowohl tagsüber als auch bis spät in die Nacht geöffnet.

Am Info-Point, sowie an den im Gelände aufgestellten Tafeln  kann sich jeder einen Überblick verschaffen, wo was angeboten wird.

Interviews mit Künstlern finden öffentlich im Zelt statt und können auch von pressefremden Personen mitverfolgt werden. Es wird mit Diskussionsrunden, Bild- und Filmmaterial um Menschenrechte und gegen Krieg in jeder Form geworben. Auch für Nichtitaliener ist es anhand vorhandener Übersetzer möglich, an der Diskussion Teil zu haben und sich ein Bild davon zu machen, was Krieg in der ganzen Welt anrichtet und auch noch nach Jahrzehnten in den betroffenen Regionen hinterlässt.

Die Highlights des ersten Wochenendes stellen Burning Spear, Capleton und Alpha Blondy dar. Aber auch die folgenden Künstler und Interpreten versprechen beste Unterhaltung.

Leider wird dieses Festival vermutlich nicht mehr an diesem Ort stattfinden, da im nächsten Jahr ein Umzug nach Modena geplant ist.

Fazit: Sehr zu empfehlen!